
Wie wird ein Bio.design Pool gebaut?
Ein natürlicher Bio.design Pool wird anders gebaut als ein herkömmlicher Swimmingpool. Ausgangspunkt ist keine starre, vorgefertigte oder aus Stahlbeton gefertigte Poolwanne, sondern direkt das Gelände, das entsprechend dem Entwurf und den Gegebenheiten des jeweiligen Standorts modelliert wird.
Dieses besondere Bausystem ermöglicht es, über die typischen Geometrien herkömmlicher Pools hinauszugehen und jedes Projekt individuell zu gestalten. Dabei folgt der Pool den Gegebenheiten des Grundstücks und schafft eine natürlichere Verbindung zwischen Wasser, Garten und Landschaft.
Die patentierte Bio.design Bautechnologie ermöglicht organische Formen, Strandzugänge, Sitzbereiche, Unterwasserwege und unterschiedliche Wassertiefen. So kann jeder Pool an den verfügbaren Platz, die individuellen Bedürfnisse seiner Nutzer und die umgebende Landschaft angepasst werden.
Hinter dem natürlichen Erscheinungsbild eines Bio.design Pools steckt jedoch eine präzise Abfolge von Schichten, Materialien und Verarbeitungsschritten, die jeweils eine bestimmte technische und strukturelle Funktion erfüllen.
Also… wie wird ein Bio.design Pool gebaut?

1. Der Aushub gibt dem Pool seine Form
Alles beginnt mit der Planung und der anschließenden Modellierung des Geländes.
Der Aushub dient nicht nur dazu, den Raum für den Pool zu schaffen: Bereits in dieser Phase werden Form, Tiefen und viele charakteristische Elemente des Pools definiert.
Hier entstehen Schwimmbereiche, Strandzugänge, 45°-Wände, Sitzbereiche und Unterwasserwege.
Die Möglichkeit, das Gelände individuell zu modellieren, bietet eine große gestalterische Freiheit und ermöglicht maßgeschneiderte Pools, ohne an die typischen Geometrien vorgefertigter oder betonierter Becken gebunden zu sein.
2. Das Schutzvlies
Nach Abschluss der Modellierung wird ein spezielles Schutzvlies auf dem Untergrund verlegt. Diese Schicht trennt und schützt das Abdichtungssystem vom darunterliegenden Erdreich und bereitet die Oberfläche auf den nächsten Bauschritt vor.
3. Abdichtungsfolie und Vorbereitung der Technik
Auf dem Schutzvlies wird eine EPDM-Folie verlegt. Diese flexible Abdichtungsmembran passt sich optimal an die Form des Aushubs an und bildet die wasserdichte Basis des Pools.
In dieser Phase werden außerdem die Rohrleitungen verlegt und die technischen Komponenten des Projekts vorbereitet, darunter Einlaufdüsen, Ansaugungen, Beleuchtung sowie gegebenenfalls Systeme für Aerotherapie, Wasserfälle und weiteres Zubehör.
Nach Abschluss dieser Vorbereitungen werden die strukturellen Schichten und die charakteristischen Oberflächen des Bio.design Systems aufgebaut.
4. Das Verstärkungsnetz für die Basisschicht
Nach Abschluss der Abdichtung beginnt der Aufbau des strukturellen Teils des Pools.
Über der Folie wird ein erstes Verstärkungsnetz verlegt, das die Oberfläche auf die nachfolgende strukturelle Schicht vorbereitet.


5. Die strukturelle Basisschicht
Auf das erste Netz wird die strukturelle Basisschicht aufgebracht, die Teil des patentierten Bio.design Systems ist.
Die strukturelle Beschichtung besteht aus speziell entwickelten Harzen und Quarzen. Laut den von Bio.design veröffentlichten technischen Daten weist sie eine doppelt so hohe Biegezugfestigkeit wie Konstruktionsbeton auf.
So entsteht eine widerstandsfähige Struktur, ohne dass eine herkömmliche Poolwanne aus Stahlbeton erforderlich ist.
6. Das mittlere Strukturnetz
Der Schichtaufbau wird durch ein zweites, mittleres Strukturnetz zusätzlich verstärkt.
Dieses wird zwischen der Basisschicht und der finalen Oberfläche positioniert und trägt zur Stabilität des gesamten Systems bei, während es gleichzeitig die Oberfläche auf die Endbeschichtung vorbereitet.
Die Technologie wurde entwickelt, um Lasten zu verteilen und die Leistungsfähigkeit der Materialien zu verbessern. Gleichzeitig bleibt die gestalterische Flexibilität erhalten, die Formen und Geometrien ermöglicht, die mit einem herkömmlichen Pool nur schwer realisierbar wären.
7. Die finale Oberflächenschicht
In der letzten Phase erhält der Bio.design Pool sein endgültiges Erscheinungsbild.
Die finale Beschichtung bildet die charakteristische, strukturierte Oberfläche des Pools. Farben, Texturen und Kombinationen können individuell gestaltet werden, sodass sich der Pool optisch harmonisch in die umgebende Landschaft integriert.
In dieser Phase werden auch die charakteristischen Bio.design Dehnungsfugen fertiggestellt. Sie erfüllen sowohl eine technische als auch eine ästhetische Funktion. Einerseits tragen sie dazu bei, mechanische Spannungen infolge natürlicher Bodenbewegungen zu reduzieren und damit der Entstehung von Rissen vorzubeugen; andererseits werden sie zu echten Gestaltungselementen.
Die Fugen können in unterschiedlichen Farben und Oberflächen ausgeführt und nach vollständig individuellen Mustern gestaltet werden. Dadurch entstehen natürliche Farbeffekte, die den Poolboden und die Wasserfläche charakterisieren.
Hier treffen Technologie und Ästhetik aufeinander: Die technische Struktur wird durch eine Oberfläche ergänzt, die an das natürliche Erscheinungsbild von Stränden und Wasserlandschaften erinnert und bis ins kleinste Detail individuell gestaltet werden kann.
Nach Fertigstellung der Oberflächen und der im Projekt vorgesehenen technischen Anlagen kann der Pool befüllt werden und wird schließlich zu einem Teil des Gartens.
